Kirkel Vorreiter in Sachen Mobilfunksteuerung

Limbach und Altstadt haben ihn bereits, Kirkel-Neuhäusel ist dabei, sich auch einen zu beschaffen: Die Rede ist von den Bebauungsplänen „Steuerung von Mobilfunksendeanlagen“, mit denen die Errichtung von neuen Mobilfunkmasten zwar nicht verhindert, aber kontrolliert und geregelt werden kann. Durch einen solchen "B-Plan" können neue Mobilfunkmasten aus den bebauten Ortslagen herausgehalten und - über eine entsprechende Flächennutzungsplanung - besondere Standorte im Außenbereich für diese Sendeanlagen ausgewiesen werden.

Die mittlerweile auch durch zahlreiche Studien belegte, massive Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung (Tinnitus, Bluthochdruck, Kopfschmerzen … bis hin zu Krebs und Leukämie) aufgrund einer permanenten Rund-um-die-Uhr-Bestrahlung durch Mobilfunkmasten wird seitens der Mobilfunkbetreiber noch immer abgestritten. Trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung werden immer mehr Masten inmitten von Wohngebieten, oft sogar in der Nähe von Schulen und Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen aufgestellt. Die Verträge der Mobilfunkbetreiber mit den Hausbesitzern haben neuerdings eine Laufzeit von mehr als 20 Jahren - mit anderen Worten: Wer einmal den Sendeanlagen auf seinem Dach zugestimmt hat, bekommt sie zeit seines Lebens nicht mehr herunter.

Nur durch die Ausweisung von besonderen Mobilfunkstandorten im Außenbereich im Rahmen der Bauleitplanung kann einer solchen menschenverachtenden und nur am Gewinn orientierten Standortpolitik begegnet werden. Durch die entsprechende Bauleitplanung wird ein größtmöglichster Schutz für die Bürger gewährleistet.

Mobiles Telefonieren ist dennoch ohne Einschränkungen möglich.

Kirkel ist im Saarland die erste und bisher auch einzige Gemeinde, die diesen Weg zum Schutz der Bevölkerung gegangen ist. Was anfangs noch als unmöglich, unzulässig und aussichtslos abqualifiziert wurde, scheint sich inzwischen zum Erfolgsmodell zu mausern und ist ein Riesenerfolg der Kirkeler Interessengemeinschaft "Mobilfunk und Gesundheit", die in dem vier Jahre dauernden Prozess von Anfang an von den Kirkeler Grünen unterstützt worden ist.

Das sogenannte „Kirkeler Modell“ inspiriert inzwischen weitere saarländische Gemeinden, diesem Beispiel zu folgen, um für Ihre Bevölkerung eine vernünftige und gesundheitsverträgliche Nutzung der Mobilfunktechnik zu ermöglichen.

Nun liegt es am einzelnen Bürger, diese Technik in verantwortungsvoller Weise zu nutzen, so lange die unsinnig hohen Grenzwerte nicht gesenkt werden (dürfen) bzw. eine alternative, ungefährlichere Kommunikationstechnik, die durchaus machbar wäre, noch nicht zur Verfügung steht.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei:

Interessengemeinschaft Mobilfunk und Gesundheit Kirkel, Hilde Bitterauf,

E-Mail: hilde.bitterauf@t-online.de